Den Schulen in schwierigen Zeiten beistehen

10. Aug 2020

Der Schulverlag plus reagierte zu Beginn des Lockdowns sehr rasch und stellte sein gesamtes Angebot an digitalen Lehrmitteln kostenlos online. Eine grosse Herausforderung für das Team um Jonathan Sejnoha, Leiter digitale Entwicklung.

Als der Bundesrat am 13. März 2020 beschloss, die Schulen zu schliessen, herrschte Hochbetrieb im Schulverlag plus. «Wir gingen bereits eine Woche vor dem Lockdown davon aus, der Bundesrat werde die Schulen schliessen», erinnert sich Jonathan Sejnoha, Leiter digitale Entwicklung. Der Entscheid des Bundes
habe den Verlag deshalb nicht unvorbereitet getroffen. «Wir hatten bereits eine Woche vor den Kantonen eine Liste unserer Lehrmittel abgegeben, die sich für den Fernunterricht eignen».

Innert zweier Tage war das ganze digitale Angebot online
Nach dem Lockdown-Entscheid des Bundesrates wurde es deshalb nochmals hektisch, weil der Schulverlag plus vom Kanton gleichentags den Auftrag erhielt, seine digitalen Lehrmittel für den Fernunterricht einfach
zugänglich zur Verfügung zu stellen. «Dieses Angebot konnten wir innert zweier Tage aufschalten», sagt Jonathan Sejnoha, «und das gelang uns auch dank tatkräftiger Unterstützung unserer Partner, die über die nötigen Serverkapazitäten verfügten.» Wie wichtig
diese waren, zeigen beispielsweise die Nutzungszahlen
der Französischplattform: «Hier waren zeitweise zehntausend Benutzerinnen und Benutzer gleichzeitig online», erinnert sich Jonathan Sejnoha. Auch bei anderen Lehrmitteln seien fünf- bis zehnmal höhere
Nutzungszahlen gemessen worden. «Unsere digitalen Lehrmittel wurden sehr intensiv genutzt», freut sich der Leiter des digitalen Entwicklungsteams.

WICHTIG
Der Schulverlag plus hat entschieden, den Zugang zu seinen Französischlehrmitteln «Mille Feuilles» und «Clin d’oeil» für Schülerinnen und Schüler nach wie vor loginbefreit zur Verfügung zu stellen.

Schwierigkeiten beim E-Shop
Weniger erfreulich waren Schwierigkeiten, die aufgrund eines grossen Updates des E-Shops bzw. des Lizenzsystems auftraten – ein sehr wichtiges Update, das vor allem die Bestellprozesse für Lehrpersonen und  Materialverwaltende betraf. «Aufgrund der Corona-
Krise hatten wir an verschiedenen Stellen Ressourcenengpässe und befanden uns in einer Zwickmühle», erinnert sich Jonathan Sejnoha. «Einerseits brauchten wir diese neuen Funktionen, damit die Schulen ihre Materialien für das kommende Schuljahr bestellen
konnten. Andererseits verfügten wir aber nicht über genügend Ressourcen, um diese Funktionen zu unserer Zufriedenheit umzusetzen.» Der Schulverlag plus habe
keine andere Wahl gehabt, als die neuen Funktionen aufzuschalten, obschon diese noch fehlerbehaftet waren und bedauerlicherweise die Schulen darunter zu leiden hatten. «Das war eine sehr intensive Zeit», sagt Jonathan Sejnoha, «und es tut mir leid, dass wir den Schulen in dieser Zeit zusätzlichen Aufwand generiert haben. Ich bin froh, schafften wir am Ende diese grosse Herausforderung ». Mit «wir» meint er auch die Schulen:
«Die Coronakrise war eine ungemeine Herausforderung für unsere Schulen. Ich bewundere sie dafür, wie sie das geschafft haben.»