Lernreise Volksschulen

01. Dez 2021

Lernreise Volksschulen

20 Lehrpersonen starten ihren CAS-Lehrgang zur «Schule in der Digitalkultur » – und dies im Wald. Der Lernort passt gut zum Thema «Wie lerne ich, eine fragende und neugierige Haltung einzunehmen?» und setzt einen bewussten Kontrast zu Vorstellungen von Schulen in der Digitalkultur. Von Christian Graf.

Endstation Tschädigen. Wer die Waldschule Meggen besucht, steigt hier aus und geht zu Fuss einen kleinen Weg hinauf. Der Mann, der vor dem letzten Haus am Weg steht, ist offensichtlich Besuch gewohnt. «Sie wollen sicher zur Waldschule. Dann sind Sie richtig. Gehen Sie weiter bergauf, oben haben Sie zwei Möglichkeiten: dem Waldrand entlang oder durch den Wald. Dieser Weg ist schöner.»

Auf dem Weg zur «Naturschule Wildwuchs»

Die Spannung steigt: Wo führt der steile Weg hin, wie sieht eine Naturschule aus, und weshalb genau ist sie Lernort für eine Weiterbildung zum Thema Schule in der Digitalkultur? Nach einem etwa 15-minütigen Spaziergang durch den Wald ist der Rauch eines Feuers zu riechen. Hinter diesem kleinen Hügel muss die Naturschule sein. Noch eine kurze Strecke durch dorniges Dickicht, vorbei an einer Toilette – und plötzlich sind Stimmen vernehmbar. Es sind keine Kinderstimmen, denn es ist Ferienzeit in der «Naturschule Wildwuchs », wie sie sich selbst nennt. Im Kreis stehen die 20 Teilnehmenden des CAS-Lehrgangs «Lernreise Volksschule – Schule in der Digitalkultur» und werten die Ergebnisse der Vormittagsarbeit aus. Am Bauwagen hängen persönliche «Glaubenssätze» zur Schule: «Ich bin sicher, dass die LEIDENSCHAFT der wichtigste Treiber für das Lernen ist» oder «Ich bin überzeugt, dass Heterogenität zu Empathie führt». Um diese Vorstellungen wird es noch mehrmals gehen an diesem Tag und in den künftigen sechs Etappen auf der Lernreise.

Gartenarbeit und Hühner

In der Küche nebenan bereiten zwei Mitarbeiterinnen der Naturschule auf offenem Feuer das Mittagessen vor, mit Kräutern und Gemüse aus dem kleinen Schulgarten. Remo Ehrenbolger, der Schulleiter, erklärt auf einem kurzen Rundgang durch «seine» Schule, wie es zu diesem Garten gekommen ist: «Gartenarbeit und die Haltung von Hühnern sind Leidenschaften von uns Lehrpersonen. Man muss etwas von sich einbringen als Lehrperson, die Kinder sollen die Leidenschaft ihrer Lehrerinnen und Lehrer spüren.»

Untenstehend finden Sie die Gruppenpräsentation eines Prototyp «Schule der Zukunft» sowie eine Bildgalerie mit Impressionen des CASLehrgangs